Nutzungskonzept für das Studienseminar Siegburg

Studienseminar Siegburg – Seminar für Sonderpädagogik

Kurzbeschreibung der Institution

Im Studienseminar Siegburg werden Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter für drei verschiedene Lehrämter ausgebildet: GHRGe (Lehramt für Grundschule, Hauptschule, Realschule und die entsprechenden Klassen der Gesamtschule) mit dem Schwerpunkt Grundschule, GHRGe mit dem Schwerpunkt Hauptschule, Realschule und den entsprechenden Jahrgangsstufen der Gesamtschule sowie Sonderpädagogik. Das Seminar für Sonderpädagogik ist also eines von drei „Geschwisterseminaren“ in Siegburg. Hier werden angehende Lehrerinnen und Lehrer für Förderschulen und den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung ausgebildet. Jährlich werden etwa 40 Lehramtsanwärter und Lehramtsanwärterinnen aufgenommen, die dann nach zwei Jahren Ausbildung ihr zweites Staatsexamen für das Lehramt für Sonderpädagogik ablegen. Das Kollegium der Seminarausbilder besteht zurzeit aus zwölf Fachleiterinnen und Fachleitern.

Zielsetzung Nutzung lo-net²

Im Gegensatz zu Schulen, die lo-net²-Institutionen sind, gibt es an Studienseminaren keine Klassen mit Schülern. Alle Mitglieder der Institution sind Erwachsene. Daher kann hier weder von Klassenprojekten noch von Elternbeteiligung berichtet werden.
Eine wesentliche Zielsetzung bei der Nutzung des lo-net² in Studienseminaren ergibt sich aus der Rahmenvorgabe für den Vorbereitungsdienst in Studienseminar und Schule (Runderlass des Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder vom 01. Juli 2004). Hier wird im Kapitel zur Lehrerfunktion Unterrichten unter anderem die Kompetenz, „die neuen Medien sach- und adressatengerecht im Unterricht einzusetzen“, explizit gefordert. Die Arbeit mit lo-net² leistet hierzu einen wichtigen Beitrag:

  • Das virtuelle Abbilden von Fach- und Hauptseminaren ist ein Modell für die Arbeit mit Klassen in Schulen.
  • Kollegiale Kooperationsformen mit neuen Medien, unabhängig von Ort und Zeit, werden exemplarisch eingeführt und genutzt.
  • Der Computer wird als Werkzeug in der Seminarausbildung von den Fachleiterinnen und Fachleitern in ähnlicher Weise eingesetzt, wie es auch im Unterricht einer Klasse sinnvoll und möglich ist.
  • Das Arbeiten mit Klassen kann auch im Studienseminar simuliert werden, wenn die Ausbildungsschulen der Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter keine lo-net²-Institutionen sind.
  • Eine Vernetzung mit Partnern anderer Institutionen ist möglich, aber bisher noch nicht realisiert.

Autor

Gerfried Heldt

Gerfried Heldt ist Fachleiter am Seminar für Sonderpädagogik des Studienseminars Siegburg. Dort ist er Administrator von lo-net². In der Ausbildung der Lehramtsanwärter ist er zuständig für das Fachseminar Mathematik und ein Hauptseminar. Als Sonderschullehrer unterrichtete er an der Hugo-Kükelhaus-Schule in Wiehl, einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung.